In Zusammenhang mit der an anderer Stelle beschriebenen Verbesserung eines Märklin-Modells trat die Frage auf, wie die Höhe der Puffer beim Vorbild definiert ist:
In den einschlägigen Zeichnungen (vgl. z.B. die Güterwagen-Bücher von Stefan Carstens) wird die Pufferhöhe mit 1060 mm benannt.
In der Eisenbahn-Bau- und Betriebsordnung (EBO) wird in § 24 und Anlage 10 als minimale Höhe ein Maß von 940 mm und als maximale Höhe ein Maß von 1065 mm vorgegeben.
Umrechnen der Maße aus der EBO ergibt für die Baugröße H0 einen Bereich für die Pufferhöhe zwischen 10,8 mm und 12,2 mm. Wenn man die Pufferhöhe der Märklin-Modelle nachmißt, kann man leicht feststellen, daß diese außerhalb der in der EBO genannten Grenzen liegt.
Als betriebssichere Kupplung hat sich im FREMO seit einigen Jahren die Fleischmann-Bügelkupplung durchgesetzt. Sofern sie entsprechend den Vorgaben eingebaut und justiert wurde, erlaubt sie ein seidenweiches und sicheres kuppeln. Optisch hat sie allerdings den Nachteil, daß sie relativ groß ist (insbesondere der Stoßbalken) und für den Einbau auf den NEM-Schacht angewiesen ist. Gerade dieser NEM-Schacht stört bei vielen Fahrzeugen das optische Erscheinungsbild. Da beim FREMO auf die Möglichkeit zur Kurzkupplung im Regelfall verzichtet wird, kann durch Ausbau der Kurzkupplungskinematik und des NEM-Schachtes das Fahrwerk von Fahrzeugen wesentlich vorbildentsprechender ausgeführt werden.
Insbesondere für die Verwendung an H0fine-Fahrzeugen wurden bislang drei unterschiedliche Bauformen einer H0fine-konformen Kupplung entwickelt, die jedoch unterschiedliche Eigenschaften aufweisen.
Ein Nahgüterzug im Bahnhof Schöningen-Süd. Die drei Güterwagen wurden mit den unterschiedlichen H0fine-konformen Kupplungen versehen. |
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OBK, alt: Wegen der Komplexität des Zusammenbaus und des schmalen Bügels hat sich diese Ausführung nach meiner Einschätzung nicht bewährt. (Die Kupplung wurde noch nicht farblich nachbehandelt und tritt daher optisch mehr als die beiden anderen Bauformen in den Vordergrund.) |
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SDF: Diese Kupplung hat sich im Betriebseinsatz bewährt; nachteilig ist jedoch, daß der Zusammenbau einen gewissen Aufwand und ein präzises Arbeiten erfordert. |
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OBK, neu: Diese Kupplung hat sich ebenfalls im Betriebseinsatz bewährt; für eine zukünftig weite Verbreitung dieser Bauform spricht, daß die Kupplung bereits weitgehend vorgefertigt geliefert wird. |
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Von Vorteil bei SDF- und OBK-Kupplung ist, daß die Kupplungsbügel aus Eisen/Stahl gefertigt sind und mit einem kleinen Neodym-Magneten angehoben werden können. Damit ist ein berührungsloses Entkuppeln von Wagenmodellen möglich. In dem gezeigten Beispiel wurde der Neodym-Magnet in einen Pinselstiel eingearbeitet. |
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Erfahrungen zeigen, daß die SDF- und die OBK-Kupplungen sehr empfindlich sind und beim Transport oder beim Spielbetrieb leicht dejustiert werden können. Um diesem Effekt entgegen zu wirken, wurden die zum Transport verwendeten Koffer mit Einlagen versehen, so daß während des Transports keine Kräfte auf den Kupplungsbügel und -haken einwirken können. Zum Verpacken werden die Modelle seitlich mit Streifen einer Trittschalldämmung umwickelt und so im Transportkoffer fixiert.
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In der Zwischenzeit haben sich im Betrieb auch bei anderen Mitspielern verschiedene Kritikpunkte ergeben. Hierzu zählen u.a. die bereits angesprochene ungenügende Stabilität der Kupplung und die schlechte Einkupplungsmöglichkeit im Bogen. Aus Diskussionen zur Lösung dieser Kritikpunkte resultiert die Neuentwicklung der OBK Nr. 124. Bei dieser Ausführung wird der Kupplungskopf aus vier jeweils 0,3 mm starken Neusilberteilen, von denen zwei jeweils identisch sind, zusammengelötet; hierdurch wird eine deutlich verbesserte Stabilität erzielt. Die Geometrie des CNC-gebogenen Kupplungsbügels wurde nicht verändert. Durch eine geringfügige Überarbeitung der Geometrie konnte zudem erreicht werden, daß auch in Bögen mit mindestens 2000 mm Radius sicher gekuppelt werden kann. Zum Einbau der Kupplungsköpfe wurde eine entsprechende Einbaulehre (OBK Nr. 302) entwickelt.
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Meine ersten Erfahrungen zeigen, daß der Zusammenbau der Kupplungsköpfe einfach ist und flott von der Hand geht; zur Brünierung der Neusilberteile habe ich bislang noch nicht das optimale Vorgehen gefunden.
Auch der Einbau der OBK-Kupplung in Modelle ist mit der Lehre OBK Nr. 302 einfach und präzise auszuführen. Um ein optimales Einbauergebnis zu erzielen, sind drei Hinweise zu beachten:
Es empfiehlt sich, zunächst nur den Kupplungshaken (d.h. ohne den Kupplungsbügel) unter Zuhilfenahme der Einbaulehre einzubauen und anschließend den Kupplungsbügel nachzurüsten. Der Kupplungsbügel kann mit einer spitzen Pinzette oder Zange leicht demontiert und montiert werden.
Laut der Einbauanleitung soll die Unterkante der Kupplung 7,0 mm oberhalb der Schienenoberkante liegen; hiermit wird erreicht, daß die Unterkante des Kupplungsbügels etwa 8,0 mm bis 8,5 mm oberhalb der Schienenoberkante liegt. Dies Maß entspricht zum einen der aktuellen H0fine-Norm, aber auch der NEM-Norm 360 "Standardkupplung für Nenngröße H0". Somit ist eine Kompatibilität mit der Fleischmann-Bügelkupplung (bei verschmälertem Kupplungshaken) sichergestellt.
Der Kupplungsbügel sollte waagerecht verlaufen; ggf. ist der Bügel mit einer Zange vorsichtig zu richten. Ferner sollte die Vorderseite des Bügels parallel zur Stirnseite des Wagens verlaufen; auch hier sind ggf. Anpassungsarbeiten erforderlich.
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